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Microsoft Profil Windows 8 und 10 Serverprofile, die moderne Anmeldung Rene Grüter logo

Seit Windows 8 kann man servergespeicherte Profile anlegen beim Installieren eines Rechners. Auch Windows 10 enthält dieses Feature. Als ich das erste Mal einen Windows 8 Rechner aufsetzte, wurde ich mittels Assistent an eine Eingabe geführt, in der ich ein Emailadresse eingeben sollte. Der Trick dahinter war, dass man auf diese Weise bei Microsoft ein Konto anlegen soll, also eben, ein servergespeichertes Microsoft Profil soll es werden. Ich konnte auf die Schnelle kein lokales Profil anlegen, welches "nur" auf dem Rechner liegen soll. Erst nach einem zweideutigen Klick, der "Abbrechen" !! hiess, kam ich an die Möglichkeit, ein lokales Profil mit Benutzername und Passwort anzulegen. Das heisst, die Eingabeverläufe und Formulare beim Aufsetzen eines Rechnsers werden so gestaltet, dass man die Möglichkeit "lokales Profil" kaum finden kann. Für mich war klar, es geht in die Richtung Cloud, was soviel heisst, wie Daten aus der Hand geben. Für mich bleibt: Es werden keine Microsoft servergespeicherten Profile bei den Kunden eingerichtet es sei denn, der Kunde wünscht sich das. In der Zwischenzeit wurde dieser Prozess wieder abgeändert und es heisst manipulativ: "Ohne die Vorteile des Microsoft Profiles" weiter installieren. Klar, es gibt Vorteile von diesen Microsoft Konten, da dies aber an die Freigabe meiner Daten in die Cloud gebunden ist, verzichte ich gerne darauf...

Klar, ich bin ein grosser Microsoft Fan, kenne die Server, die Office Anwendungen seit es diese gibt und ich meine, das Produkt ist so gut, dass es nichts Besseres gibt und Microsoft hat keine Konkurrenz, darum verzeihe ich dem Unternehmen dieses Ausspionieren der Rechner ihrer Qualität wegen. Und natürlich weiss ich, dass man die Rechner nicht in das Netz von Microsoft stellen muss. Es braucht keine servergespeicherten Profile die bei Microsoft liegen, es sei denn, man will das, um auf verschiedenen PC' s die gleichen Profile vorzufinden oder, wenn man eigene Server in Betrieben stehen hat und man den Mitarbeitern servergespeicherten Profile zur Verfügung stellen will. Das eine Firma ein Vorgehen fördert ist ja ganz ok, aber dies muss ehrlich sein, in diesem Fall nämlich transparent im Prozess des Aufsetzen von einem Rechner, ohne dass man suchen muss oder sogar dazu manipuliert wird, das zu tun, was eine Firma will.

Was ist denn der Unterschied und was ist der Vorteil von servergespeicherten Profilen? Nach Angabe von Microsoft hat man den Vorteil, dass man sich auf irgendeinem seiner Microsoft Rechner anmelden kann und man dann so sein "eigenes Profil" auf jedem Rechner vorfindet. Also gleiche Desktop Einstellungen, Dateipfade usw. Auch ein Passwortzurücksetzen ist dadurch einfacher möglich, da dieses ja auf dem Server hinterlegt ist!!! Und da Microsoft ja auch eine Cloud betreibt, kann man seine Daten auch noch in diese geben und so hat man ein lokal unabhängiges Arbeiten dem User ermöglicht, er hat dann auf all seinen Rechner die gleiche Arbeitsumgebung. Was dahinter steckt? Da alle diese Dienste auffällig stark auf cloudbasierte Lösungen setzen, muss man davon ausgehen, dass die Hersteller einen grossen Nutzen ziehen wenn sie unsere Daten haben. Man muss sich nur überlegen, was alles möglich wird, wenn man von jemandem Daten hat. Man weiss was er sucht in den Suchmaschinen, was er kauft, was ihn interessiert, was er arbeitet, was er schreibt, was er fotografiert, was er für Musik hört, welchen Glauben er hat, wo er sich befindet, was er isst und trinkt usw, kurz man kann einen Menschen so besser kennenlernen, als dies unsere Mitmenschen können. Nicht nur Microsoft will unsere Daten, alle "Grossen" wollen sie. Und so meine ich, dass wir durch die Cloud zum transparenten Menschen werden. Eben, diese "Dienste-Firmen" wissen mehr als unsere besten Freunde und was dadurch möglich wird, muss nicht besonders erwähnt werden. Wie leichtfertig wir Menschen mit unseren persönlichen Daten umgehen, ist erschreckend. Man beachte die Datensammlermaschine Google, die wir täglich mit unseren Handys vollstopfen, die wir mit unseren Suchanfragen beauftragen oder der wir mitteilen, wo wir gerade sind durch die Standortfunktion und auch mit unserem Verhalten in den sozial Medien teilen wir der Welt alles mit über uns oder die gleichen Dienste wissen welche Filme wir schauen in Youtube und anderen Video Kanälen, ja wir füttern und füttern und machen es so den Giganten einfach. Sie haben riesige Maschinen um alles abzuspeichern, auszuwerten und zu verarbeiten und wo das hingehen wird, sollte jeder Mensch der ein wenig denken kann, längst gemerkt haben.

Noch sind diese Gegebenheiten nicht zum Nachteil einer Personengruppe geworden aber was noch nicht ist, kann noch werden, heisst es doch. Es würde keinen menschlichen Spitzelapparat brauchen, um herauszufinden, was für eine Gesinnung jemand hat. Die Menschen geben einfach ALLES durch ihre Geräte und ihre Profile den Providern weiter und dadurch lässt sich alles filtern, so, wie man Artikel in einem Online-Shop filtern kann. Man könnte entscheiden, dass die violetten Menschen das grüne Auto nicht bekommen, sondern nur die Grünen usw. Unvorstellbar was alles möglich wird durch eine solche "Menschendatenbank" die sicher bereits schon existiert, unvorstellbar die Macht die entstehen kann, die Macht die einer Herrschaft mit dem einfachsten Mittel eröffnet würde, mit dem Mittel des persönlichen Profils, welches der Mensch auf seinem Rechner und seinem Handy liegen hat. Zu glauben, dass alles so bleiben wird wie es ist, ist etwas fahrlässig und es würde einem nichts helfen, wenn jemand einmal daraufsetzen würde: "Ach, ich habe ja nichts zu verbergen, was soll es, so sollen sie doch haben was sie wollen". Längst vergessen, dass man den Überblick verloren hat, man weiss kaum wo man schlussendlich was reingeschrieben hat und man denkt nicht daran, dass die Computer alles im "Gedächtnis" behalten können, die kleinste Eingabe, einfach alles was wir in unseren Profilen, egal zu welchen Konzernen sie gehören, herausgeben haben. Ich frage mich mal ganz extrem: "Könnte es sein, dass in einer anderen Zeit meine Daten auf einmal mein Todesurteil wäre?", bei einem weltweiten politischen Wechsel? Wissen wir was noch alles kommen kann? Ich bin auch der Meinung, dass wir in einer friedlichen Welt leben aber wie lange das so ist und bleibt, das weiss wirklich niemand. Wie schnell ging es 1939?

Zurück zum Thema, dem Thema Datenschutz im Zusammenhang mit Microsoft Windows Profilen. Manchmal bekomme ich einen Anruf, meistens von Privatkunden, sie würden sich nicht mehr einloggen können. Wenn ich dann vor Ort bin, eine Fernwartung ist ja nicht mehr möglich, sehe ich, dass das lokale Konto, welches ich aufgesetzt habe zu einem servergespeicherten Konto umgeändert wurde. Wie kam es denn dazu würde ich mich fragen, wenn ich die Thematik nicht kennen würde. Bei sogenannten Updates hat es Microsoft so angestellt, dass wieder eine "Profilabfrage" kommt, mit der ein gewöhnlicher User normalerweise überfordert ist, um am Schluss die Fragen so zu beantworten, dass auf seinem Rechner ein servergespeichertes Profil liegt. Er wurde nach einer Emailadresse gefragt und nach einem Passwort, dass er angibt und schon fährt der Rechner mit einem neuen Profil und einem neuen Anmeldebildschirm hoch und anstatt einem Benutzername, steht jetzt eine Emailadresse und natürlich weiss er das Kennwort nicht mehr, welches er im Trouble des Updates und dieser Fragerei seitens Microsoft und der geschickten Usermanipulation von eingegeben hat, nicht mehr. Obwohl er bei dieser Abfrage, natürlich sein altes Profil behalten hätte können, hat er nun ohne zu wollen, sein Profil abgeändert. Also, man muss NIE eine Emailadresse für Microsoft einrichten, sondern nur dann, wenn man das will, das heisst, wenn man ein servergespeichertes Profil bei Microsoft haben will, welches in der Microsoft Cloud liegt. Meiner Meinung nach, ist das keine freundliche Art Benutzer zu manipulieren und obwohl ich Microsoft sehr schätze, kreide ich dieses Vorgehen dem Konzern an. Diese Vorgehensweise zeigt wie wichtig unsere Daten einer Firma sind, erstmal für einen Konzern und wenn man etwas weiter denkt vielleicht auch einmal für einen Staat, der einmal eine Firma verstaatlicht hat, danach kann er alles mit uns machen, was er will.

Ich bin mir bewusst, dass ein Betriebssystem für den Hersteller offen ist, das heisst, wenn ein Betriebssystem Hersteller herausfinden will, was für Daten auf einem Rechner liegen, so ist es keine grosse Geschichte, um diese zu finden, sich anzueignen. Nur wäre eine solche Vorgehensweise höchst illegal und könnte gesetzlich verfolgt werden.
All das ist der Grund, warum wir darüber nachdenken sollten, wie wir mit unseren Daten umgehen und es gibt gute Lösungen, um sich etwas zu schützen, um relevante Daten nicht schon freiwillig an einen Konzern zu verschenken. Das ist es, was ich auch meinen Kunden immer wieder sagen möchte, seid vorsichtig, macht nicht alles mit, prüft alles und überlegt, was hinter den Fragen steckt, was hinter Vorgehensweisen von Konzernen liegt, unsere Mitmenschen prüfen wir ja auch, vertrauen ja auch nicht jedem alles an, wie viel mehr sollten wir die Giganten, die wir nicht kennen, derer Absicht wir auch nicht genau wissen, prüfen?

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