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Microsoft Profil Windows 8 und 10 Serverprofile, die moderne Anmeldung

Seit Windows 8 kann man servergespeicherte Profile anlegen beim Installieren eines Rechners. Auch Windows 10 enthält dieses Feature. Als ich das erste Mal einen Windows 8 Rechner aufsetzte, wurde ich ziemlich sauer, weil ich meinte, ich müsse ein Server gespeichertes Microsoft Profil anlegen, ich konnte kein Profil anlegen ohne ein Microsoft Profil anlegen zu müssen, was eine Emailadresse erfordern würde. Erst nach einem zweideutigen Klick, der "Abbrechen" hiess oder ähnlich, kam ich an die Möglichkeit, ein lokales Profil mit Benutzername und Passwort ohne eine Emailadresse zu erstellen. Das heisst, die Eingabeverläufe und Formulare beim Aufsetzen waren so gestaltet, dass man das Aufsetzen des Rechners mit lokalem Profil nicht sofort finden kann, sondern erst, nachdem man einen Link geklickt hat, der etwa "Abbrechen" oder "Überspringen" oder ähnlich geheissen hat, kam man zur Möglichkeit, den Rechner mit lokalem Profil aufzusetzen. Bei allen Kunden mache ich das immer so, es gibt aus meiner Hand keine gekauften Rechner mit einem Microsoft servergespeicherten Profil, sondern wegen dem Datenschutz wegen, werden alle Rechner lokal aufgesetzt.

Da Microsoft dieses Verstecken des lokalen Profiles je nach Release immer wieder ändert, findet man kaum brauchbare, genaue Anleitungen zu der Vorgehensweise, wie man einen Rechner lokal aufsetzt ohne dies Microsoft Profil. Meiner Meinung nach ist das eine Form von Betrug. Klar, ich bin ein grosser Microsoft Fan, kenne die Server, die Office Anwendungen seit es diese gibt und ich meine, das Produkt ist so gut, dass es nichts Besseres gibt, Microsoft hat keine Konkurrenz, darum verzeihe ich dem Unternehmen dieses Ausspionieren der Rechner. Und natürlich weiss ich, dass man die Rechner nicht in das Netz von Microsoft stellen muss. Es braucht keine servergespeicherten Profile die bei Microsoft liegen. Anders ist das, wenn man eigene Server in Betrieben hat auf denen des AD wegen, das so gemacht wird. Meine Meinung dazu ist, es wäre nur Fair, wenn der Prozess im Aufsetzen so gestaltet ist, dass man ohne suchen zu müssen auswählen kann, was man haben will.

Was ist denn der Unterschied und was ist der Vorteil von servergespeicherten Profilen. Nach Angabe von Microsoft, hätte man den Vorteil, dass man sich auf irgendeinem eigenen Microsoft Rechner anmelden könnte und man hätte seine Profileinstellungen auf jedem seiner Rechner gleich eingestellt. Auch ein Passwortzurücksetzen ist dadurch möglich, da dieses ja auf dem Server hinterlegt ist! Und da Microsoft ja auch eine Cloud betreibt, kann man seine Daten auch noch in diese geben und so hätte man, ein lokal unabhängiges Arbeiten dem User ermöglicht, er hat dann auf all seinen Rechner die gleiche Arbeitsumgebung. Was steckt dahinter? Da alle diese Dienste auffällig stark auf cloudbasierte Lösungen setzen, muss man davon ausgehen, dass sie einen grossen Nutzen ziehen, denn sie haben unsere Daten. Man muss sich nur überlegen, was alles möglich wird, wenn man von jemandem seine Daten hat. Man weiss was er sucht, was er kauft, was ihn interessiert, was er arbeitet, was er schreibt, was er fotografiert, was er für Musik hört, welchen Glauben er hat, wo er sich befindet, was er isst und trinkt usw. Nicht nur Microsoft will unsere Daten, alle "Grossen" wollen sie. Und so meine ich, dass wir durch die Cloud zum Clown werden, zum transparenten Menschen, die Dienste wissen zum Teil mehr als unsere besten Freunde. Man verfügt über uns, man kann uns manipulieren. Wie leichtfertig der Mensch mit seinen persönlichsten Daten umgeht, ist so gesehen erschreckend. Man beachte den Giganten Google, der auch Daten sammelt und wie er das macht und wie man sich schützen kann, fasse ich hier zusammen.

Noch sind diese Gegebenheiten nicht zum Nachteil einer Personengruppe aber was noch nicht ist, kann noch werden, heisst es doch. Es würde zum Beispiel nicht mal einen menschlichen Spitzelapparat brauchen, um herauszufinden, was für eine Gesinnung jemand hat. Die Menschen geben all das durch ihre Geräte und Profile freiwillig und grosszügig den Providern weiter und dadurch lassen sie sich so filtern, wie man Artikel in einem Online-Shop filtern kann. Man könnte entscheiden, dass die violetten Menschen das grüne Auto nicht bekommen, sondern nur die Grünen usw. Unvorstellbar was alles möglich wird durch eine Menschendatenbank die sicher bereits schon existiert, unvorstellbar die Macht die entstehen kann, die Macht die einer Herrschaft mit dem einfachsten Mittel eröffnet würde, mit dem Mittel des persönlichen Profils welches der Mensch auf seinem Rechner und seinem Handy liegen hat. Zu glauben, dass alles so bleiben wird wie es ist, ist etwas fahrlässig und es würde einem nichts helfen, wenn jemand einmal daraufsetzen würde: "Ach, ich habe ja nichts zu verbergen, was soll es, so sollen sie doch haben was sie wollen". Längst vergessen, dass man den Überblick verloren hat, man weiss kaum wo man schlussendlich was reingeschrieben hat und man denkt nicht daran, dass die Computer alles im "Gedächtnis" behalten können, die kleinste Angabe, einfach alles was wir in unseren Profilen, egal zu welchen Konzernen sie gehören, herausgeben haben. Ich frage mich mal ganz extrem: "In einer ganz anderen Zeit, könnte es nicht auf einmal mein Todesurteil bedeuten", bei einem weltweiten politischen Wechsel? Wissen wir was noch alles kommen kann? Ich bin ja auch der Meinung, dass wir in einer friedlichen Welt leben aber wie lange das so ist und bleibt, das weiss wirklich niemand. Wie schnell ging es 1939?

Zurück zum Thema, dem Thema Datenschutz im Zusammenhang mit Microsoft Windows Profilen. Manchmal bekomme ich einen Anruf, meistens von Privatkunden, sie würden sich nicht mehr einloggen können. Wenn ich dann vor Ort bin, eine Fernwartung ist ja nicht mehr möglich, sehe ich, dass das lokale Konto, welches ich aufgesetzt habe zu einem servergespeicherten Konto umgeändert wurde. Wie kam es denn dazu würde ich mich fragen, wenn ich die Thematik nicht kennen würde. Bei sogenannten Updates hat es Microsoft so angestellt, dass wieder eine "Profilabfrage" kommt, mit der ein gewöhnlicher User normalerweise überfordert ist, um am Schluss die Fragen so zu beantworten, dass auf seinem Rechner ein servergespeichertes Profil liegt. Er wurde nach einer Emailadresse gefragt und nach einem Passwort, dass er angibt und schon fährt der Rechner mit einem neuen Profil und einem neuen Anmeldebildschirm hoch und anstatt einem Benutzername, steht jetzt eine Emailadresse und natürlich weiss er das Kennwort nicht mehr, welches er im Trouble des Updates und dieser Fragerei seitens Microsoft und der geschickten Usermanipulation von eingegeben hat, nicht mehr. Obwohl er bei dieser Abfrage, natürlich sein altes Profil behalten hätte können, hat er nun ohne zu wollen, sein Profil abgeändert. Also, man muss NIE eine Emailadresse für Microsoft einrichten, sondern nur dann, wenn man das will, das heisst, wenn man ein servergespeichertes Profil bei Microsoft haben will, welches in der Microsoft Cloud liegt. Meiner Meinung nach, ist das keine freundliche Art Benutzer zu manipulieren und obwohl ich Microsoft sehr schätze, kreide ich dieses Vorgehen dem Konzern an. Diese Vorgehensweise zeigt wie wichtig unsere Daten einer Firma sind, erstmal für einen Konzern und wenn man etwas weiter denkt vielleicht auch einmal für einen Staat, der einmal eine Firma verstaatlicht hat, danach kann er alles mit uns machen, was er will.

Ich bin mir bewusst, dass ein Betriebssystem für den Hersteller offen ist, das heisst, wenn ein Betriebssystem Hersteller herausfinden will, was für Daten auf einem Rechner liegen, so ist es keine grosse Geschichte, um diese zu finden, sich anzueignen. Nur wäre eine solche Vorgehensweise höchst illegal und könnte gesetzlich verfolgt werden.
All das ist der Grund, warum wir darüber nachdenken sollten, wie wir mit unseren Daten umgehen und es gibt gute Lösungen, um sich etwas zu schützen, um relevante Daten nicht schon freiwillig an einen Konzern zu verschenken. Das ist es, was ich auch meinen Kunden immer wieder sagen möchte, seid vorsichtig, macht nicht alles mit, prüft alles und überlegt, was hinter den Fragen steckt, was hinter Vorgehensweisen von Konzernen liegt, unsere Mitmenschen prüfen wir ja auch, vertrauen ja auch nicht jedem alles an, wie viel mehr sollten wir die Giganten, die wir nicht kennen, derer Absicht wir auch nicht genau wissen, prüfen?

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