JCB eine Meinung für Insider. Tatsächlich, ich habe nicht mehr daran geglaubt. Die Version 3.2.5 für Joomla 3.10.12 war für mein Verständnis nahezu perfekt. Es hat einfach alles funktioniert. Auch die Custom Codes in wirklich komplexer Form. Als die erste JCB Version 4 bekannt wurde, oh, eben, es hat lange gedauert war ich so enttäuscht. Man würgte sich von Fehler zu Fehler, es nahm kein Ende. Ich habe nach langer Zeit mich entschlossen, die Community oder den Programmierer nicht mehr zu unterstützen. Ausschlagebend, war die Meinung, man müsse eben mit Linux Extensions für das Joomla CMS entwickeln. Das ist wie wenn Dir jemand sagt, wenn das mit Windows nicht geht, dann kaufe einen Mac. Da muss ich immer wieder lachen, auf dieses Thema gehe ich nicht ein. Joomla ist Platformunabhängig und wir schreiben das Jahr 2026, da sollte es keine Pfadprobleme mehr geben.
Zurück zu JCB. Lange Zeit später, habe ich eine Extension für Joomla 5 auf der JCB Version 3 generiert. Und tatsächlich, mit einigen Fehlern lief es, aber man musste doch noch mächtig in den Quellcode eingreifen bis es lauffähig wurde. Arbeiten so wie man es einmal gewohnt war, ging nicht mehr. Ich habe JCB aufgegeben. Und doch:
Weil ich durch JCB in die Welt der Extension-Programmierung hineinfand, es sind bald 10 Jahre seither, konnte ich das Tool nicht mehr vergessen. Und ich kam unter Druck, hatte ich recht anspruchsvolle Projekte bei Kunden am Laufen, die in ihr alter kamen, denn Joomla drückte auf das Gaspedal gerade so, dass man kaum hinterher mochte und einem ganz schwindlig wurde vor lauter Neuem und "depricated" Meldungen in der IDE und so wollte ich mich einmal mehr bei JCB umsehen. Jaja ok, ich weiss, es würde mittlerweile ohne JCB gehen, aber wer JCB kennt, weiss es zu schätzen. Man ist einfach schneller.
Und tatsächlich, die Version JCB 6.1.5 ist wieder auf dem selben Niveau angelangt, wie die letzten Versionen unter Joomla 3.
JCB unterstützt mich bei kompilieren von Extensions, es hat mächtig gute PHP Elemente, Klassen, und Funktionen von denen man lernen kann. Es gibt auch Dinge, die ich nicht so toll finde. Da ist dieses Power, dass Code zum teil unleserlich macht. Wenn eine Klasse eine Nummer hat und keinen verständlichen Namen, da habe ich meine Fragen. Die Idee dahinter ist grossartig, aber eben. Die Funktion des integrierten Git schätze ich hingegen, wie die Felderverwaltung und die Custom Code und Libraries, das ist perfekt.
Ein Ding muss ich noch loswerden. Es ist unbestritten, dass der Entwickler ein Genie ist. Leider geht das manchmal auf Kosten vom Grundsatz: Weniger wäre manchmal mehr. Ich denke an die gewaltig grosse Export-Import Routinen. Die Vorgänger Variante, die für das Backend auf Knopfdruck mitgegeben werden konnte (Joomla Core), hat mich nie im Stich gelassen. Schade, sie fehlt. Auch die Batch Funktionen wurden nicht mehr umgesetzt auch das war Core. Würde man es kommunizieren, gäbe es 1000 Gründe warum das so besser ist. Da kommt aber auch sofort einem in den Sinn: Hee, Leute, es ist Open-Source, es ist frei erhältlich, was will man da motzen. Über all das, sehe ich hinweg. Mir bleibt die Hoffnung, dass nicht noch mehr solch gute Dinge auf Kosten von "Gewaltigem Verücktem" verloren gehen.
Ein Ding, die einem glauben machen, da würde gezaubert möchte ich noch erwähnen. Ich meine, das einfügen von Custom Code. Du arbeitest in Deiner IDE ergänzt Code an irgeneinerstelle, markierst diesen Code mit Platzhaltern, kompilierst die Extension und der Code ist wie von Geisterhand an dieser Stelle eingefügt. Danach ist dieser Custom Code In JCB hinterlegt so, dass man ihn immer wieder an beliebiger Stelle verwenden kann. Das MUSS bleiben. Es funktioniert immer!
JCB gehört nun wieder zu den genialsten Extensions in der Welt von Joomla. Und wir wissen, neben den unzähligen Wordpress-Bastlern, wollen wir sauberen nach MVC Richtlinien getrennten Code, der an eine stabile API gebunden ist, so dass Joomla sich weiterhin von diesem Massenkuchen abhebt und zur Enterprise CMS Klasse gehören kann. Mit den neuen Versionen hat Joomla gezeigt, wie ein CMS sein muss! Und das Open-Source.
Gruss René